42 Berlin geht zur Digital X 2023 in Köln

Im September 2023 machte sich eine Gruppe von 42 Berliner und 42 Wolfsburger Studierenden auf den Weg zum Digital X Event in Köln. Mathilde Marie Monge, Studentin von 42 Berlin, schrieb über ihre Erfahrungen und die Notwendigkeit einer vielfältigen Rekrutierung im Tech-Bereich. Lies unten diese #StudentStory.

Im Zeitalter der digitalen Revolution verändert sich unsere Welt in einem atemberaubenden Tempo. Technologie ist zu einem integralen Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden und beeinflusst, wie wir arbeiten, kommunizieren und sogar wie wir denken.

Diese Fortschritte bieten nie dagewesene Chancen, bringen aber auch große Herausforderungen mit sich. Es muss sichergestellt werden, dass die digitale Revolution in ihrem Kern menschlich bleibt. Das war die wichtigste Erkenntnis aus meiner Teilnahme an der Digital X-Veranstaltung, zu der mich das HR-Team von T-Systems als woman+ student of 42 Berlin eingeladen hatte.

 

“Digital sein, menschlich bleiben”

Die digitale Revolution hat das Potenzial, die Menschheit zu verbessern, den Einzelnen zu stärken und die Gräben zu überbrücken, die uns schon viel zu lange trennen. Wenn wir jedoch keine bewussten Schritte unternehmen, um den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, riskieren wir eine Welt, in der Technologie zu einem zweischneidigen Schwert wird. Wir müssen sicherstellen, dass die Technologie allen Menschen dient, unabhängig von ihrem Hintergrund, und dass sie die unterschiedlichen Bedürfnisse und Perspektiven unserer globalen Gesellschaft widerspiegelt. Und deshalb müssen die Menschen, die diese Technologie gestalten, diese Vielfalt an Hintergründen repräsentieren.

Ein Bericht von McKinsey Anfang dieses Jahres hat gezeigt, dass der durchschnittliche Frauenanteil in den technischen Bereichen europäischer Unternehmen nur 22% beträgt. Wenn wir diese Zahl nach einzelnen Funktionen aufschlüsseln, sehen wir, dass der höchste Frauenanteil im Bereich Produktdesign und -management mit 46% zu verzeichnen ist, während es im Kernbereich der Technik nur 18% und in den Bereichen DevOps und Cloud 8% sind.

Während meiner Zeit bei Digital X habe ich aus erster Hand erfahren, wie T-Systems erfolgreich Vielfalt in seine Einstellungspraktiken integriert hat. Die Veranstaltung hat gezeigt, welche Kraft in vielfältigen Teams steckt und wie sie Innovationen und Problemlösungen vorantreiben, um Technologien zu entwickeln, die wirklich inklusiv und für eine Vielzahl von Nutzern relevant sind. Die Zusammenarbeit zwischen 42 Berlin und der Personalabteilung von T-Systems ist ein weiteres leuchtendes Beispiel dafür, wie Vielfalt nahtlos von der Ausbildung in die Arbeitswelt übergehen kann.

 

Der Beitrag von 42 Berlin
zur Vielfalt in der Tech-Branche

42 Berlin spielt als innovative Coding-Schule eine zentrale Rolle bei der Förderung vielfältiger Talente im Tech-Bereich. Sie verfolgt einen einzigartigen und inklusiven Bildungsansatz, bei dem Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichem Hintergrund willkommen geheißen werden, ohne dass formale Vorkenntnisse oder finanzielle Belastungen erforderlich sind. 

Während des strengen Auswahlverfahrens meiner Piscine (42) wurden 44% der ’Pisciners“, die versuchen, die Schule zu besuchen, als weiblich identifiziert. Auf dem Campus sind 30,4% der eingeschriebenen Studierenden weiblich, das sind 60% mehr als im europäischen Durchschnitt (19% der ICT-Bachelor-Studierenden sind Frauen*). Durch die Bereitstellung einer zugänglichen und leistungsorientierten Lernumgebung öffnet 42 Berlin die Tür zu einem vielfältigeren Pool von Technikbegeisterten. 

 

Von der Bildung zur Arbeitskraft

Die Zusammenarbeit zwischen 42 Berlin und T-Systems HR zeigt, wie sich Vielfalt in der Bildung nahtlos in Vielfalt in der Arbeitswelt verwandeln kann. Die Studierenden von 42 Berlin bringen mit ihren unterschiedlichen Hintergründen und Fähigkeiten neue Perspektiven in die Tech-Branche ein und sorgen für Innovation und Inklusion. Diese Zusammenarbeit zeigt, wie wichtig es ist, unterrepräsentierten Talenten den Weg in die Tech-Branche zu ebnen.

Indem sie den Wert vielfältiger Talente betonen, setzen 42 Berlin und T-Systems HR einen beispielhaften Standard für die Branche. Sie erkennen nicht nur die Bedeutung von Vielfalt an, sondern investieren aktiv in sie, um den positiven Wandel in der Tech-Community voranzutreiben.

Inklusion in der Tech-Branche geht über das Geschlecht hinaus und umfasst ein breites Spektrum an Dimensionen. Dazu gehört, Menschen aller Ethnien, Religionen, sexuellen Orientierungen, Geschlechteridentitäten, Altersgruppen, Fähigkeiten und sozioökonomischen Hintergründe willkommen zu heißen. Inklusion bedeutet, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich jeder wertgeschätzt und respektiert fühlt und in dem er sein authentisches Ich einbringen kann. Es geht darum, Barrieren abzubauen, Vorurteile zu überwinden und gleiche Chancen für persönliches und berufliches Wachstum zu bieten, unabhängig von Herkunft und Identität.

Vielfalt muss jedoch Hand in Hand mit Inklusion gehen, um wirklich nachhaltig zu sein. Es reicht nicht aus, einfach nur verschiedene Stimmen in die Tech-Branche zu bringen. Diese Stimmen müssen gehört und geschätzt werden und die gleichen Chancen auf Wachstum und Aufstieg haben. Indem wir eine integrative Kultur pflegen, die die Zusammenarbeit und den Austausch einzigartiger Perspektiven fördert, können wir ein nachhaltiges Modell für Vielfalt in der Tech-Branche schaffen, das allen Menschen die Möglichkeit gibt, sich zu entfalten und einen sinnvollen Beitrag zu leisten.

 

Quelle: Ausbildung und Beschäftigung von Frauen in Wissenschaft, Technologie und digitaler Wirtschaft, einschließlich KI und deren Einfluss auf die Gleichstellung der Geschlechter, Dr. Zacharias C. Zacharia

 

Artikel von Mathilde Marie Monge.