Vom Werkzeug zum Teamkollegen:
Wie Software-Ingenieure im Zeitalter der KI gedeihen können

Mit Einblicken von Dr. Renata Jovanovic, Deep Tech Advisor & Quantum Ambassador

Während KI die Art und Weise verändert, wie wir bauen, arbeiten und kreieren, stehen Softwareingenieure vor einem entscheidenden Moment. Behandeln wir KI nur als ein weiteres Werkzeug? Oder lernen wir, mit ihr als Partner zu arbeiten?

Bei 42 Berlin steht diese Frage im Mittelpunkt unseres Unterrichts. Wir bereiten die Schüler nicht nur darauf vor, Code zu schreiben. Wir schulen sie darin, kritisch zu denken, sich schnell anzupassen und mit neuen Technologien zusammenzuarbeiten, wenn diese sich weiterentwickeln.

Deshalb haben wir Dr. Renata Jovanovic zu sprechen bei unserem “Mai ist für AI” Veranstaltung. Als globale Expertin für digitale Transformation und Quanteninnovation hat Renata mit uns darüber gesprochen, was es wirklich bedeutet, zukunftsfähig zu sein.

Dr. Renata Jovanovic über die Zukunft der KI auf YouTube.

Die Beziehung überdenken:
KI als Teamkollege

Für Renata ist KI nicht nur eine Software. Sie ist auch ein Kollaborateur.

“KI ist mein Freund, mein Teamkollege und mein Berater”, sagt sie. “Wenn eine neue Technologie auftaucht, kannst du entweder lernen, die Dampfwalze zu fahren oder zur Straße zu werden.”

Diese Mentalität fördern wir auch bei 42 Berlin. Ob die Schüler/innen mit GenAI-Tools experimentieren oder an realen Projekten arbeiten, das Ziel ist dasselbe: lernen, wie man lernt, und behandeln KI nicht nur als Automatisierungswerkzeug, sondern als kreativen, technischen und strategischen Teamkollegen.

Mindset vor den Prompts

Bei Renatas Ratschlägen für die Arbeit mit KI geht es nicht darum, jeden Algorithmus zu beherrschen. Es geht darum, wie du sie angehst.

Eine wichtige Erkenntnis: bessere Prompts = bessere Ergebnisse.

Anstatt allgemeiner Befehle wie “Schreib mir einen Artikel”.” empfiehlt sie, KI wie einen Teamkollegen zu behandeln, den du unterrichtest. Füge Kontext hinzu. Personalisiere. Gib der KI eine Rolle, die sie spielen soll. Je durchdachter dein Input ist, desto nützlicher ist das Ergebnis.

“Das wirkliche Unterscheidungsmerkmal ist nicht mehr der Zugang zu den Werkzeugen”, sagt sie. “Es geht darum, zu wissen, wie man verwenden sie.”

In ähnlicher Weise nutzen unsere Schüler/innen KI nicht nur. Sie fordern sie heraus. Sie brechen sie. Sie finden heraus, wie man sie besser machen kann. Denn in der heutigen Tech-Landschaft ist es genauso wichtig zu wissen, wie man programmiert, wie man bewertet und wie man iteriert.

Fortbildung, die Sinn macht

In einer Welt, die von Kursen und Tutorials überschwemmt ist, bietet Renata einen geerdeten Ansatz:

Beginne damit, KI für die Teile deiner Arbeit einzusetzen, die sich wiederholen oder zeitaufwändig sind. Automatisiere, was dich auslaugt, damit du dich auf das konzentrieren kannst, was dich motiviert.

Und anstatt zu versuchen, alles zu beherrschen, solltest du dich auf das stützen, was du bereits weißt. Egal, ob es sich um Software, Wissenschaft oder Strategie handelt, KI kann dir helfen, tiefer zu gehen, wenn du lernst, wie du sie in deinen Arbeitsablauf einbinden kannst.

Das entspricht unserer Philosophie bei 42: Beginne mit deinen Stärken. Baue von dort aus. Bringe die Technologie zum Laufen mit dich, nicht gegen dich.

Was kommt als Nächstes?
Quantum und die hybride Zukunft

Aber KI ist nicht das Ende des Weges. Laut Renata zeichnet sich die nächste große Veränderung bereits ab: Quantum Machine Learning.

Es ist keine einfache Umschulung, du brauchst neue Denkweisen. Aber für Entwickler/innen, die gerade erst anfangen, ist es ein spannender Bereich, den es zu beobachten und zu erforschen gilt.

“Wenn du die Chance hast, Quanten-Maschinenlernen zu studieren”, sagt sie, “dann tu es. Du wirst der Zeit voraus sein.”

Bei 42 denken und planen wir bereits für das, was nach der KI kommt. Wir glauben, dass es wichtig ist, unsere Schüler auf die nächste nächste Sache. Denn die Zukunft wird nicht nur einer Technologie gehören. Sie wird eine Mischung aus vielen sein: traditionelles Computing, KI, Quantencomputer und sogar Bio-Computer.

Eine neue Art von Software-Ingenieur

Was bedeutet das alles für die nächste Generation von Ingenieuren?

Laut Renata geht es nicht nur um technische Tiefe. Es geht darum, dass man T-förmig (oder sogar π-förmig):

Du brauchst ein breites Spektrum an Disziplinen, eine Tiefe in einem Bereich und die Soft Skills, um alles zusammenzubringen: Neugierde, Führungsqualitäten und die Fähigkeit, mit Menschen und Maschinen zusammenzuarbeiten.

“Das ist deine menschliche Seite”, sagt sie. “Das macht dich nicht nur zu einem guten Ingenieur, sondern auch zu einem guten Teamkollegen.”

Bei 42 Berlin helfen wir den Schülerinnen und Schülern, genau dieses Profil zu entwickeln: anpassungsfähig, neugierig und gerüstet für eine Welt, in der das Lernen nie aufhört.

🎧 Hör dir den ganzen Podcast an Youtube.

📍 Aufgenommen live im Mai ist für AI, 42 Berlin

Bist du neugierig, wie wir die nächste Generation von Softwareingenieuren auf eine hybride Technologiezukunft vorbereiten? Erfahre mehr.